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Ein Haus für jede Familie

Die Wohnungsnot - in Südafrika "Housing Problem"  genannt - gehört zu den schwersten und teuersten Bürden des Landes. Ein großer Teil der südafrikanischen Bevölkerung wohnt auch viele Jahre nach Ende der Apartheid noch in erbärmlichen, stinkenden Slums am Rande der Städte. Primitive Hütten, aus Wellblech, Abfallholz und Pappe notdürftig zusammen gezimmert, stehen hier dicht an dicht. Ganze Familien teilen sich ein Zimmer von selten mehr als acht Quadratmetern. Es fehlt an Kanalisation, sanitären Anlagen, Elektrizität, Wasser, Heizung und vielem mehr.

1996 ergab eine Untersuchung der Regierung, daß mehr als 2.2 Millionen Familien ohne feste Behausung sind. Die südafrikanische Regierung hat seitdem große Anstrengungen unternommen, finanzielle Mittel bereit zu stellen und bebaubare Flächen in akzeptabler Lage (Stadtnähe) aufzukaufen, um dort Low Cost Housing Siedlungen zu errichten. Koordiniert werden diese Bemühungen durch ein eigens dafür geschaffenes Ministerium, dem "Human Settlements Department".


Low Cost Housing Township in Südafrika

Die schlichten kleinen Häuser werden den Bewerbern normalerweise gegen einen sehr geringen Kostenanteil übereignet. Ausserdem wird beim Bau Mithilfe beim Hausbau erwartet. Das Low Cost Housing Programm wird insofern auch als Arbeitsbeschaffungs- und Konjunkturprogramm gesehen.


Durch den anhaltenden Zustrom der Landbevölkerung in die Städte wird Südafrika noch viele Jahre benötigen, um jedem Bewohner eine menschenwürdige Unterkunft bieten zu können.

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