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Die Stadtteile und Vororte von Kapstadt


Kapstadt wirkt auf den ersten Blick relativ klein und gut überschaubar. Grund dafür ist "Table Mountain", das Tafelberg Massiv, das den Stadtkern klar begrenzt und ihn wie ein Schüsselrand umfasst. Das Gebiet zwischen Berg und Hafen wird darum auch City Bowl genannt. Einige der ältesten Stadtteile Kapstadts, Oranjezicht, Tamboerskloof, Gardens und das Bo Kaap (Malaien Viertel) liegen hier. Im City Bowl findet man - außer dem Geschäftszentrum - auch eine Reihe von touristischen Attraktionen Kapstadts, so zum Beispiel das Castle of Good Hope, das Rathaus, den Company's Garden Park, das Parlamentsgebäude sowie zahlreiche Museen. All diese Attraktionen sind zu Fuss erreichbar.

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Der Kegelberg auf der Westseite des Tafelbergs heisst "Lion's Head", der Pass zwischen den beiden Bergen "Kloof Nek". Eine Strasse führt durch den Stadtteil Tamboerskloof hindurch zum Kloof Nek. Dort geht es links zur Cableway Station, rechts zum Signal Hill und geradeaus hinunter nach Camps Bay und - immer am Meer entlang - nach Llandudno und Hout Bay auf der Kap Halbinsel, alles sehr beliebte aber auch teure Stadtteile mit schönen Stränden.

Fährt man von der City Bowl aus in westlicher Richtung, vorbei an der Victoria & Alfred Waterfront, so gelangt man zu den Stadtteilen des Atlantic Seaboard. Green Point und Sea Point liegen direkt am Meer am Fusse des "Signal Hill" Berges und sind durch Apartment-Hochhäuser charakterisiert. Badestrände gibt es hier nicht. Folgt man der Küstenstrasse, so kommt man nach Camps Bay. Auf dem Weg liegen Fresnaye, Bantry Bay und Clifton. Hier findet man Luxus-Apartments mit herrlichem Meerblick aber auch erheblichen Preisen und tolle Strände in kleinen Felsbuchten.
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Im Norden, rund um die Tafelbucht, liegen die Northern Suburbs, Milnerton, Tableview und Bloubergstrand mit weiten, schönen Stränden und einem atemberaubenden Blick auf den Tafelberg. Leider sind diese Stadtteile jedoch den oft stürmischen Winden schutzlos ausgeliefert. Beidseitig der N1 Schnellstraße nach Paarl liegen die ruhigeren Vororte Bellville, Parow und Durbanville. Sie sind besonders bei Zuwanderern aus Gauteng beliebt, jedoch recht weit von Kapstadt entfernt.

Bei den Kapstädtern beliebt sind die sogenannten Southern Suburbs auf der Ostseite des Tafelbergs, Rondebosch, Claremont, Observatory, Mowbray, Newlands, Wynberg, Kenilworth, Bergvliet, Tokai und weitere. Diese Stadtteile liegen zwar recht weit vom Meer entfernt, bieten aber relativ guten Windschutz. Außerdem gibt es hier gute Schulen, und die Universität ist ebenfalls nicht weit. Am ruhigsten ist es in Constantia. Hier trifft man auf meist riesige parkähnliche Grundstücke mit luxuriösen Villen.

Auf der Atlantikseite der Kap-Halbinsel (Cape Peninsula) liegen Hout Bay, Noordhoek und Kommetjie. Am Indischen Ozean liegen Simon's Town, Fish Hoek, Kalk Bay und Muizenberg, alle mit schönen Stränden. Weitere Vororte reihen sich rund um die False Bay: Somerset-West, Strand und Gordon's Bay. Sie haben schöne Strände zu bieten, sind jedoch weit vom Stadtzentrum Kapstadts entfernt.

Kapstadt kann wie nur wenige Städte auf der Welt mit Wohnbezirken von außergewöhnlicher Schönheit aufwarten. Wer vom Cape Town International Flughafen kommend auf der N2 Schnellstraße in Richtung Innenstadt fährt, sieht aber auch die Schattenseite dieser afrikanischen Stadt: Kilometerlang erstrecken sich beidseits der Straße die Elendsquartiere in den Cape Flats, Kayelitsha, Crossroads, Nyanga und Langa, wo die von der Apartheid einst so gebeutelte schwarze Mehrheit der Bevölkerung nach wie vor unter primitivsten Verhältnissen und fernab der Stadt lebt.

Foto links: Der Lion's Head mit der Kloof Nek Road. Rechts der Stadtteil Camps Bay, links Clifton und Sea Point. Foto oben: Blick von Kapstadts Hafen auf die City Bowl.

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