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Kriminalität und Sicherheit in Johannesburg


police_ladiesEin großes Thema für Johannesburg ist die Sicherheit. Die Kriminalität stieg nach Ende der Apartheid Ära dramatisch an, und die Stadt geriet zunehmend in den Ruf, "Verbrecher-Hauptstadt der Welt" zu sein. Besonders betroffen war die Innenstadt von Johannesburg, der "Central Business District (CBD)". Viele Geschäfte wanderten in die Vororte, nach Rosebank oder Sandton ab. Durch energische Anstrengungen der Geschäftswelt gelang es im Jahre 2002 jedoch, ein nahezu lückenloses Kamera-Überwachungssystem in der Innenstadt zu installieren. Rund 240 moderne Videokameras sorgen mittlerweile für Sicherheit rund um die Uhr. Polizei oder Security Personal sind im Ernstfall binnen einer Minute zur Stelle. Die Kriminalitätsrate in der Innenstadt ging seitdem stark zurück.

Johannesburg ist heute weitaus besser als sein
Ruf. In manchen Reiseführern und Presseberichten wird zwar immer noch stur behauptet, Johannesburg sei zu gefährlich und man solle die Stadt am besten gar nicht erst besuchen, doch ist in den vergangenen Jahren viel unternommen worden, um die Stadt sicherer zu machen. So werden die Johannesburger Polizeikräfte heute sehr viel besser ausgebildet und ausgerüstet. Mit den bereits erwähnten Überwachungs-Kameras in der Innenstadt sowie am Flughafen werden alle Straßen von einem Heer von Detektiven rund-um-die-Uhr beobachtet. Verdächtige können auch um Häuserblöcke herum per Kamera verfolgt werden. Sicherheitsdienste und Polizei sind normalerweise innerhalb kürzester Zeit zur Stelle, sollte dennoch etwas passieren. Auch die Bargeldautomaten (ATM = Automatic Teller Machine) werden stetig überwacht. Raubüberfälle und Diebstähle in der Innenstadt sind seitdem drastisch zurückgegangen.
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Nach wie vor ist das sogenannte "Car Hijacking" oder "Carjacking" gefürchtet. Die Täter - es sind stets zwei oder mehrere - lauern ihren Opfern meist in Wohngegenden auf, zum Beispiel morgens oder abends an der Garageneinfahrt, manchmal auch an Ampeln. Mit gezogener Pistole wird man gezwungen, auszusteigen und das Auto zu übergeben. Alljährlich werden in der Provinz Gauteng rund 9000 Autos von meist bewaffneten Banden gekapert. Nach Auskunft der Polizei ist die Zahl der Hijacking-Fälle in den vergangenen Jahren jedoch leicht zurückgegangen, offenbar bedingt durch die Aktivitäten der 2002 etablierten "Anti-Hijacking Taskforce". Statistisch gesehen wird jeder 1000ste Einwohner Gautengs pro Jahr Opfer eines Car Hijacking.

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Fazit: Man muss nicht mit übertriebenen Ängsten durch Johannesburg fahren oder gar die Stadt nach der Ankunft sogleich auf dem schnellsten Wege verlassen, aber dennoch sollte man in der Stadt stets wachsam sein.

Bitte lesen Sie auch die Sicherheits-Empfehlungen für Besucher auf der INFO Seite.
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